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An der bosnisch-kroatischen Grenze dreht sich alles um THE GAME, den illegalen Gang ├╝ber die EU-Au├čengrenze. An diesem Spiel nehmen nicht nur junge M├Ąnner, sondern ganze Familien teil. Manuela und Bernd, zwei Fl├╝chtlingshelfer aus Bayern, m├Âchten helfen und erkennen schnell, dass bei diesem Spiel auch Schlepper, die Polizei, internationale Organisationen und viele weitere Spieler mitmischen. Nach und nach lernen die beiden die Spieler kennen und werden selbst Teil des GAMES.

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├ťber “The Game”

Im Ma╠łrz 2020 gru╠łnden der Club-Betreiber Bernd Karmann und die Regisseurin Manuela Federl den Verein Lautlos e. V., um einen Hilfstransport nach Bosnien zur Hilfsorganisation SOS Bihac zu bringen. Die NGO ku╠łmmert sich zusammen mit Space-Eye e.V. an der bosnisch-kroatischen Grenze um die dort gestrandeten Flu╠łchtlinge. Ein kleines Filmteam begleitet den Hilfstransport, um den Spendern zu zeigen, dass ihre Kleidung wirklich vor Ort ankommt.

Erst nach einigen Tagen in Bosnien erfassen die beiden das Ausma├č der Katastrophe: sie sehen Kinder, die mit ihren Eltern in heruntergekommenen Ruinen hausen. Menschen, die nichts zu Essen und nichts zu Trinken haben. Menschen ohne Unterkunft. Ohne Perspektive. Ohne Hoffnung. Schnell ist klar, dass das kein Film u╠łber einen Hilfstransport wird, sondern dass dieses menschliche Desaster gezeigt werden muss.

Der Verein verbreitet die Bilder und schnell finden sich viele Kollegen von Manuela aus der Filmbranche, die sie bei ihrem Dokumentarfilm unterstu╠łtzen. Im Zuge mehrerer Reisen nach Bosnien und ausfu╠łhrlicher Recherche vor Ort versucht das Team die Lage zu dokumentieren und zu verstehen. Sie begleiten Flu╠łchtlinge auf ihrem Weg u╠łber die Grenze, den sie Game nennen. Sie sprechen mit Schmugglern, Einheimischen, Migrationsgegner und begleiten Flu╠łchtlingshelfer bei ihrer Arbeit.

Schnell stellen sie fest: bei den Geflu╠łchteten dreht sich alles um THE GAME. THE GAME ist der Versuch illegal die EU-Grenze zu u╠łberqueren. Dabei werden die Migranten oft von gewaltta╠łtigen Milizen zuru╠łckgesto├čen. Sie werden geschlagen, misshandelt, beschimpft und es wird ihnen alles genommen, was sie besitzen. Ihr Geld, ihre Handys, oft sogar Kleidung und Schuhe. THE GAME ist ein Spiel zwischen Leben und Tod.

An diesem Spiel nehmen nicht nur junge Ma╠łnner teil. Ganze Familien machen sich ta╠łglich auf den Weg und werden wieder zuru╠łckgeschickt. Nicht nur das Game ist gefa╠łhrlich, auch die Lebensbedingungen in Bosnien sind erniedrigend und menschenunwu╠łrdig. Die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, haben kaum etwas zu Essen, sie schlafen oft im Freien, viele haben Kra╠łtze oder haben Verletzungen, die nie ausheilen konnten. Neben den Migranten spielen auch die Schmuggler mit, denn Menschenschmuggel ist ein lukratives Gescha╠łft und Bosnien ein armes Land. All jene, die nicht an den Flu╠łchtlingen verdienen, demonstrieren gegen sie. Sie haben Angst davor, dass ihnen das wenige, das sie besitzen, genommen wird. Sie haben Angst, dass die korrupte Regierung das Geld in die Flu╠łchtlinge sind und sie selbst leer ausgehen.

Im Chaos zwischen all diesen Spielern bewegen sich die bosnischen Helfer. Sie suchen ein Gleichgewicht zwischen Bestechung, Bedrohung und der Hilfe, die sie den Bedu╠łrftigen geben wollen.

THE GAME zeigt den gefa╠łhrlichen Kreislauf von gehen und zuru╠łckkommen, der nie endet, wenn die Balkanroute geschlossen bleibt. Dieser Film soll auf die humanita╠łre Krise an der EU-Au├čengrenze ÔÇô nur 600 Kilometer von uns entfernt ÔÇô aufmerksam machen. THE GAME ist ein Beispiel dafu╠łr, das zeigt was es hei├čt, wenn ein Menschenleben nichts wert ist.