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Die Regensburger Hilfsorganisation Space-Eye startet eine neue Initiative zur Evakuierung von schutzbedürftigen Flüchtlingen aus den griechischen Flüchtlingscamps auf den Inseln Samos, Lesbos und Kos: „Second Life – zweite Heimat Regensburg“.

Nach einem Aufruf von Space-Eye-Gründer Michael Buschheuer haben sich schon mehr als ein Dutzend Familien und Einzelpersonen bereit erklärt, Geflüchtete bei sich aufzunehmen, ihnen bei Ausbildung und Integration zu helfen. Unter ihnen finden sich Mitglieder der Weltkirche des Bistums Regensburg (wie Domkapitular Msgr. Thomas Pinzer), Künstler (wie der Kabarettist Hannes Ringlstetter) und zahlreiche Unternehmer.

In Videobotschaften erklären die Gastgeber ihre Bereitschaft und die Motive zur Aufnahme der Hilfsbedürftigen.

Michael Buschheuer: „Tausende Menschen werden von Krieg und Hunger aus ihrer Heimat vertrieben. Aber auch bei uns in Europa finden sie keinen Frieden. Denn das reiche Europa lässt sie im Elend vegetieren. Wir machen da nicht mit. Wir schenken ein Zuhause und ein bisschen Menschlichkeit.“

Mit der Bereitschaft von Menschen aus der Regensburger Zivilgesellschaft, den Flüchtlingen persönlich zu helfen und Verantwortung zu übernehmen, soll nicht nur ein Zeichen gesetzt werden, dass Humanität nicht dem Staat überlassen werden muss. Space-Eye will mit „Second Life – zweite Heimat Regensburg“  auch die politisch Verantwortlichen davon überzeugen, Hilfsbedürftige ins Land zu lassen, damit sie hier eine zweite Chance bekommen.

Umgekehrt erwartet „Second Life“ aber auch von den Menschen, die in Regensburg – wenigstens vorübergehend – eine zweite Heimat finden sollen, dass sie aktiv an ihrer Integration mitwirken und einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Es muss aber nicht immer ein großes Angebot wie eine Unterkunft oder die Aussicht auf einen Arbeitsplatz sein, was Menschen, die neu in Regensburg ankommen helfen kann.

Ganz einfache Beteiligungen wie eine erste Stadtführung oder Verabredungen zum gemeinsamen kochen und backen können schon dazu beitragen, dass sich neue Bürger*innen gut aufgenommen fühlen (und dann auch selbst Energie finden die Gesellschaft aktiv zu bereichern).

Wie kann ich helfen?

Konkret suchen wir Menschen, die Teilpatenschaften in folgenden Bereichen übernehmen:

  • Finanzielle Unterstützung: Wiederkehrende Spenden, Einmalspenden bei Bedarf
  • Schlafplätze: In WGs, im eigenen Zuhause, Wohnungen
  • Erwerbstätigkeiten: Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Praktika, Ehrenamt, Aushilfsjobs.
  • Begegnungen: z.B. gemeinsam kochen, Stadtführungen, in Freizeitaktivitäten integrieren, in Vereine aufnehmen, familienfreundliches Regensburg vorstellen
  • Sprachunterstützung: regelmäßige Nachhilfe, Nachhilfe für Fachsprache
  • Alltagsunterstützung: Starthilfe im ersten Monat, Übersetzung, an Beratungsangebote heranführen, Ansprechpartner*innen für alle Lebenslagen.

Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat um 19 Uhr findet im Kolpinghaus Regensburg ein offenes Plenum zum Projekt Second Life statt, bei dem sich Interessierte und Unterstützer*innen informieren und austauschen können.

Interessent*innen melden sich bitte per Mail bei Rebekka Krauß