2019: Die Katastrophe geht weiter

170 Menschen sind in diesen Tagen im Mittelmeer ertrunken. Und die nächste Katastrophe ist schon absehbar, denn in Libyen geht niemand ans Telefon | NZZ

In diesen Tagen sind vor der libyschen Küste 170 Migranten ertrunken. Ein weiteres Boot mit über 100 Passagieren befand sich am Sonntag in schwerer Seenot. Die libysche Küstenwache reagiert nicht. Bei zwei Schiffsunglücken im Mittelmeer sind in den letzten Tagen 170 Migranten ums Leben gekommen.

Todesbilanz 2018: Über 2200 sind ertrunken

Migration: Mehr als 2200 Flüchtlinge sind 2018 im Mittelmeer ertrunken – SPIEGEL ONLINE – Politik

Die Zahl der Flüchtlinge, die im Mittelmeer gestorben sind, ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr gesunken – sie ist allerdings weiter hoch. Nach Uno-Angaben waren es im vergangenen Jahr insgesamt 2262 Migranten, die im Mittelmeer ertranken oder im Laufe ihrer Reise als vermisst gemeldet wurden. Das teilte das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.

Frontex liefert Infos an Libyen

Frontex soll „vertrauliche Sicherheitsinformationen“ an libysche Küstenwache weitergeben

Noch im Dezember diesen Jahres soll Libyen an das europäische Überwachungsnetzwerk „Seepferdchen Mittelmeer“ angeschlossen werden. Das schreibt der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Andreas Michaelis, in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Über die neue Kooperation könnten libysche Behörden von relevanten Vorkommnissen im Mittelmeer erfahren.